
Begriffserklärungen
Hier ein paar Begriffserklärungen, die Ihnen das Lesen meiner Homepage erleichtern sollen.
Potenzierungsverfahren ¦ Verdünnung ¦ Dynamisierung
Anamnese ¦ Repertorisierung ¦ Hüftgelenksdysplasie
Legg-Calve-Perthes
¦ Osteo-Chondrosis-Dissecans ¦ Cauda-Equina-Syndrom
¦ Dackellähme ¦ Arthrosen
Potenzierungsverfahren
Hahnemann und andere Homöopathen und Pharmazeuten haben sog. Potenzierungsverfahren entwickelt, die alle auf demselben pharmazeutischen Prinzip beruhen: Potenzierung = Verdünnung + Dynamisierung
Verdünnung
Die schrittweise Verdünnung des gelösten Arzneirohstoffes erfolgt mit flüssigen Arzneiträgern wie Wasser, reinem Alkohol oder Alkohol-Wasser-Gemischen. Unlösliche, feste aber auch flüssige Arzneistoffe können ferner durch Verreibung mit Milchzucker (Laktose) verdünnt werden. Unterschiede ergeben sich dabei vor allem hinsichtlich des Verdünnungsverhältnisses pro Potenzierungsschritt. Daraus ergeben sich auch die Ihnen bekannten unterschiedlichen C,D oder LM- Potenzen der homöopathischen Arzneimittel
Dynamisierung
Um aus der reinen Arzneiverdünnung die homöopathischen Wirkeigenschaften des Rohstoffes zu entfalten und auf den Arzneiträger zu übertragen, bedient man sich unterschiedlicher mechanischer Dynamisierungs-Verfahren: Verschüttelung, Verreibung oder Fluxion
Anamnese
Krankengeschichte; Art, Beginn und Verlauf der Beschwerden
Repertorisierung
In der Vielzahl der möglicherweise gleichzeitig auftretenden Krankheitszeichen sucht die Homöopathie nach so genannten Haupt- oder Schlüßelsymptomen, die mit Hilfe eines differenzierten Fragekatalogs in ihrer Wertigkeit bestimmt und zueinander in Beziehung gesetzt werden. Diesen Vorgang nennt man Repertorisierung. Das Mittel, deßen Schlüßelsymptomatik der des Patienten weitestgehend entspricht, ist dann das Mittel der Wahl.
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Als Hüftgelenksdysplasie bezeichnet man eine Deformierung des Hüftgelenks, bei der die Gelenkpfanne zu flach ist und der Oberschenkelkopf verformt sein kann.
HD ist genetisch bedingt, kann aber durch äußere Faktoren wie schnelles Wachstum, Körpergewicht, Bewegung, Muskulatur und Futter positiv wie negativ beeinflußt werden. Die Erkrankung betrifft vor allem mittelgroße und große Hunderaßen.
Legg-Calve-Perthes (LCP)
LCP ist eine aseptische Femurkopfnekrose = ein nicht bakteriell bedingtes Gewebeabsterben am Oberschenkelkopf, von der vorwiegend junge Hunde und kleine Hunderaßen betroffen sind. Sie tritt meist einseitig auf und macht sich durch Lahmheit nach der Bewegung bemerkbar: das betroffene Bein wird hochgehalten. Unter Umständen sind auch reibende und knirschende Geräusche hörbar.
Als mögliche Ursache werden genetisch bedingte Durchblutungßtörungen diskutiert, die zu Gefäßverschlüßen im Femurkopf führen und weiter zu Unterversorgung und nekrotischer Veränderung des Knochens.
Osteo-Chondrosis-Dissecans (OCD)
Die Symptome der OCD ähneln sich mit der Symptomatik der LCP.
Die Ursachen liegen hier bei einem schnellen Wachstum und entsprechender Gewichtszunahme, was zu einer übermäßigen Druckbelastung noch nicht ausgewachsener Knochen führt. Durch den Druck kommt es zu Durchblutungsstörungen und dadurch zu Nekrosen. Vorher verdickt sich der Knorpel, um sich dem Druck anzupassen, was zu einer Minderernährung führt. Dies kann zur Folge haben, dass sich Knorpelstückchen abschuppen.
Cauda-Equina-Syndrom
Kompression des Rückenkanals nach 6. Lendenwirbel (hier fließt kein Rückenmark mehr sondern Nervenfasern); Krankheitszeichen infolge Schädigung der Cauda equina (Nervenfaserbündel am Ende des Rückenmarks), z.B. als Unfall-, Tumorfolge, bei Bandscheibenvorfall. Unter heftigen Schmerzen einsetzende schlaffe Lähmung der Beine mit entsprechend fehlenden Reflexen (Eigenreflexe) sowie Störungen aller Qualitäten der Sensibilität
Dackellähme
Dackellähme ist der populäre Ausdruck für Bandscheibenvorfall beim Hund, weil es meist Dackel betrifft, aber auch andere
niedrige und langrückige Hunde. Eine Bandscheibe besteht aus einem bindegewebigen Ring und einem gallertartigen Kern.
Wird nun aufgrund einer Entwicklungsstörung Kalk in den gallertartigen Kern eingelagert, so verliert die Bandscheibe die
notwendige Elastizität. Es kommt dann bei niedrigen und langrückigen Hunden leicht zur Überbeanspruchung bei der Bewegung
im Gelände oder beim Laufen über Treppen. In leichten Fällen, meist zu Beginn einer Bandscheibenerkrankung, wird der harte
Kern in den bindegewebigen Ring gedrückt. Teile des Bandapparats bleiben noch erhalten. Reißen auch diese, schiebt sich
Bandscheibenmaterial in den Wirbelkanal vor. In besonderen Fällen, wenn der Bindegewebsring bei maximaler Belastung reißt,
wird der Bandscheibenkern auf das Rückenmark katapultiert.
Am Übergang Brustwirbelsäule/Lendenwirbelsäule treten Bandscheibenvorfälle am häufigsten auf, weil hier die größte Beanspruchung
stattfindet. Am Anfang sieht man Bewegungsunlust und einen "Katzenbuckel", später schwankenden Gang und Lähmung.
Arthrosen
Degenerative chronische Gelenkerkrankung, vorwiegend wegen Missverhältnis zwischen Beanspruchung und Belastbarkeit.
Ein über das durch die normale Alterung bedingte Maß hinausgehender Gelenkverschleiß