
Erste Hilfe bei Tieren
Die Erste Hilfe bei Tieren unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von der Ersten Hilfe am Menschen, denn auch hier gilt:
Schock¦Bewußtlos¦Wunden¦Vergiftung¦Verletzungen am Auge¦Verbrennungen¦Hitzschlag¦ZeckenbiߦInfo
Ist es überhaupt möglich Erste Hilfe mit Naturheilmitteln zu leisten? Ist nicht gerade die Versorgung im Notfall das Gebiet der Schulmedizin? Natürlich sind bei schweren Unfällen auf jeden Fall die Grenzen der Naturheilkunde sichtbar und das Aufsuchen eines Tierarztes unabdingbar, aber gerade die für den Besitzer durchführbaren einfachen und schnellen Erste Hilfe- Maßnahmen am Unfallort können unter Umständen dafür entscheidend sein, ob das verletzte Tier den Transport zum Tierarzt überhaupt überlebt – genau wie Erste Hilfe beim Menschen.
Das eine schließt das andere also nicht aus, wichtig ist nur, dass in solch entscheidenden Situationen alles Mögliche getan wird, um dem kranken oder verletzten Tier zu helfen, bzw. es zu unterstützen.
Bitte beachten Sie, dass Notfallsituationen bei Tieren Ängste und häufig auch starke Schmerzen auslösen. Daher ist es wichtig, sich dem Tier langsam und ruhig zu nähern. Sprechen Sie beruhigend auf das verletzte Tier ein. Jedes Tier reagiert anders. Daher ist es wichtig, die Situation von Anfang an richtig einzuschätzen und Vorkehrungen zu treffen, um sich und das Tier nicht in Gefahr zu bringen. Einige Tiere wollen gar nicht, andere nur an der verletzten Stelle nicht berührt werden. Je nach dem wie das Tier reagiert, müssen Sie natürlich auch sich selber vor Bissen, o.ä. schützen. Denn im Schock oder unter starken Schmerzen können Reaktionen auftreten, die Sie sonst gar nicht von Ihrem Tier kennen, wie beißen oder „sich-Wehren“. Da man meist kein Maulkorb bei sich hat, können Sie auch eine elastischen Binde, ein Stoffgürtel, o.ä. benutzen. Beim Zubinden der Schnauze sollte Ihnen aber auf jeden Falle eine weitere Person behilflich sein. Die Schnauze sollte auf keinen Fall zugebunden werden, wenn der Hund an Schnauze, Lefzen oder Nase verletzt ist, er unter Atemnot leider oder gar aus der Schnauze blutet.
Schock
Unfälle können bei Tieren zum Schock führen, aber auch allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock), Infektionen (septischer Schock) oder drastisch verringerter Blutzuckerspiegel (hypoglykämischer Schock) können Schockauslöser sein. Einen Schock erkennen Sie an...
Wenn sich der Zustand des Tieres durch den Schock verschlechtert, können zeitgleich Schwindel, Verwirrung, Übelkeit, Erbrechen, erweiterte Pupillen und schließlich Bewußtlosigkeit auftreten. Ein solches Tier muß dringend zum Tierarzt; halten Sie es auf dem Transport dorthin mit einer Decke warm, damit die Körpertemperatur nicht weiter sinkt.
Bewusstlosigkeit
Bitte beachten Sie, daß Sie einem bewußtlosen Tier auf keinen Fall etwas zu freßen oder zu trinken auch keine Medikamente geben dürfen, da sonst Erstickungsgefahr droht. Legen Sie das bewußtlose Tier auf die rechte Seite
Wund- und Bissverletzungen
Solche Wunden können Sie auch vorerst selbst behandeln. Bedenken Sie aber, daß Sie auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen müßen, wenn die Wunde tief und/ oder stark blutend ist. Wunden können Sie behandeln, indem Sie die Wunde mit lauwarmem Waßer abspülen, die Haare um die Wunde abschneiden und die Wundränder abtupfen.
Vergiftungen
Natürlich hat jeder Tierbesitzer Angst davor, dass sein Tier Opfer einer Vergiftung wird. Gerade heutzutage ist dies ja leider keine Seltenheit. Eine Vergiftung erkennen Sie an folgenden Symptomen, in diesem Falle müssen Sie unverzüglich einen Tierarzt aufsuchen:
Wenn Sie den Verdacht einer Vergiftung haben, ist es hilfreich, wenn Sie das Erbrochene oder den giftigen Stoff (falls zur Hand) mit zum Tierarzt nehmen.
Verletzungen am Auge
Sind die erkrankten oder verletzten Augen verschmutzt, sollten diese mit Wasser ausgewaschen werden. Hingegen früheren Informationen, weiß man heute, dass dazu kein Kamillentee verwendet werden darf, da die darin enthaltenen Schwebstoffe die verletzten Augen ebenfalls reizen.
Schwellungen können z.B. mit einem im kalten Wasser getränkten Wattepad behandelt werden.
Beachten Sie bitte, dass bei Verätzungen das Auge sofort für mindestens 1-2 Minuten unter fließendem Wasser ausgespült werden muss.
Verbrennungen
Brandwunden müssen sofort gekühlt werden. Halten Sie die Wunden daher sofort für ca. 10 Minuten unter fließendes und eiskaltes Wasser. Anschließend sollten Sie eine in ein sauberes Tuch eingewickelte Eiswürfelpackung auf die Verletzung legen, so ist das Tier für den Weg zum Therapeuten gut versorgt.
Hitzschlag
Gerade im Sommer kommt es immer wieder vor, dass vor allem Hunde im Auto warten müssen. Das Innere eines Autos heizt sich allerdings in sehr kurzer Zeit auf 60°C und mehr auf. Auch wenn Fenster einen Spalt geöffnet sind. Ein Hund in einem solchen Auto wird schnell das Bewusstsein verlieren und sterben.
Bei einem Hitzschlag muss das Tier sofort abgekühlt werden. Bringen Sie das Tier daher in einen kühlen Raum und machen Sie kalte Umschläge. Auch auf dem Weg zum Tierarzt muss das Tier weiter gekühlt werden.
Zeckenbiß
Tiere sollten nach jedem Spaziergang nach Zecken untersucht werden. Das Infektionsrisiko kann damit reduziert werden, da Krankheitserreger ca. 2 Stunden brauchen um über die Bissstelle einzudringen. Am besten greifen Sie eine Zecke mit einer speziellen Zeckenzange ganz nah am Kopf und drehen Sie dann vorsichtig raus, dabei ist die Drehrichtung unerheblich.
Notfallapotheke
Folgend einige Mittel, die ich Ihnen für eine Notfallapotheke empfehlen möchte. Dosierung nach Absprache.
Homöopathische Arzneimittel
Für die Erste Hilfe sollte man im Allgemeinen die tiefen Potenzen, z.B. D4 bis D12 verwenden.
Bachblütenessenzen
Die wichtigste Blütenarznei für alle möglichen Notfälle ist die Rescue- Remedy- Essenz, die sog. Notfalltropfen. Sie werden bei Panik, Schock oder Hysterie verwendet oder, als erste Maßnahme, auf dem Weg zum Tierarzt oder während des Wartens auf professionelle Hilfe.